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„Der einzige Unterschied besteht darin, dass MissinCat keine Superkräfte
hat.“ Dies sagt Caterina Barbieri und man möchte bezweifeln, dass sie recht hat.
Denn obwohl MissinCat weder fliegen noch Pferde stemmen kann, verfügt sie über
eine Fähigkeit, die auf diesem Planeten nur den wenigsten Menschen zur Verfügung
steht. Das Talent aus wenig viel zu machen. Als Caterina Barbieri kam MissinCat
in Italien zur Welt. Eigentlich ein viel zu schöner Name um ihn hinter einem Pseudonym
zu verstecken. „Ich habe viele Jahre in einer Band namens Vertigini Bass gespielt,
bevor ich schließlich mein Soloprojekt startete, dass anfangs wirklich nur eine
Ein-Frau-Band war. Und plötzlich war ich „ich selbst“ und in einem Projekt mit
meinem Namen. Das war ein bisschen zuviel „Ich“ für mich. Ein Pseudonym zu haben
ist wie eine zweite Identität zu haben. Wie Clark Kent, der unter dem Pseudonym
Superman agiert - nur eben mit dem Unterschied, das MissinCat keine Superkräfte
hat.“ Dafür ein Super-Talent mit einer Super-Stimme... Caterina begann bereits
in jungen Jahren zu singen, lernte bei ihrer Oma Klavier und brachte sich dann
selbst das Bass- und Gitarrespielen bei. „Ich mochte es schon immer, eigene Songs
zu schreiben, was ich dann auch in verschiedenen Projekten sowie in meiner ersten
Band, der Rock-Pop-Combo Vertigini, tat.“ Sechs Jahre war Caterina Mitglied bei
Vertigini, mit ihren ehemaligen Bandkollegen steht sie noch immer in Kontakt,
das Verhältnis ist nach wie vor sehr innig. „Wir sind viel zusammen auf Tour gewesen,
wir waren sehr gute Freunde und sind es irgendwie bis heute geblieben. Es war
eine wertvolle Erfahrung für mich aber nach und nach merkte ich, dass ich meinen
eigenen Weg gehen muss und so ging ich meinen Weg.“ Dieser führte Caterina schließlich
nach Berlin, wo sie seit einem Jahr ihren ersten Wohnsitz hat. „Ich brauchte neue
Ideen, einen neuen Start und den fand ich in Berlin. Für mich gibt es einfach
keinen besseren Ort, um mich als Künstlerin zu verwirklichen.“ Eine Verwirklichung,
die wider ihrer Einstellung, eine ungeahnte Beschleunigung erfuhr. Denn sie gewann
im Juni 2007 in ihrer Heimat Italien einen Preis, der ihr die Teilnahme am größten
italienischen Open Air Festival, dem Heineken Jammin Festival, einbrachte. „Plötzlich
stand ich auf derselben Bühne, auf der auch Incubus oder Pearl Jam spielten. Das
war eine wirklich große Erfahrung für mich. Eine Erfahrung, die sie nur aufgrund
der Hartnäckigkeit eines Freundes machen konnte. „Ich bin kein großer Freund von
Musik-Wettbewerben. Ich hielt das immer für Zeit- und Geldverschwendung, weil
ich mir immer dachte: Da gewinnst du sowieso nicht. Aber ein Freund von mir redete
solange auf mich ein, bis ich schließlich nachgab. Ich weiß bis heute nicht, warum
er unbedingt wollte, dass ich da mitmache... Und dabei musste ich noch nicht einmal
Geld für eine Briefmarke ausgeben, da ich nur zwei Songs auf einen Server laden
musste.“ Neben der Teilnahme am Festival konnte sie das Heineken Jammin Festival
übrigens auch noch als Sponsor ihres ersten Albums gewinnen, der die Studiokosten
übernahm. Seit diesem Auftritt ist nichts mehr wie zuvor. Denn MissinCat übte
ihren Solo-Set zusammen mit einem Cellisten ein. Dieser ist seitdem fester Bestandteil
ihres Live-Sets, auch wenn der Name des Cellisten heute ein anderer ist... Nur
einmal musste sie seither auf ihren Cellisten verzichten. Als Support von Amy
Winehouse auf deren Deutschland-Tour stand Caterina als MissinCat allein auf der
Bühne. Eine weitere Großchance, die sie zu nutzen wusste, was ihr nicht nur der
Konzert Beobachter der Intro bescheinigte: „Als Amy Winehouse‘s Support in Deutschland
war MissinCat geladen, die sich allein mit Akustikgitarre auf das schmale Bühnenstück
vor dem Vorhang stellen durfte. Mitgebracht hatte sie ruhige balladenhafte Lieder;
souverän und wunderschön getragen von ihrer sanften Stimme, die die Weiten der
bereits sehr vollen Halle durchaus erobern konnte.“ - Intro.de, Holger Duell (30.10.07)
Doch die Weiten der Halle sind nicht genug... Im Anschluss an die Tour ging MissinCat
ins Studio und nahm ihr Debütalbum auf. Produziert hat sie es selbst. „Ich bin
mit den Songs, die ich auf meinem Laptop mitsamt aller Arrangements aufgenommen
hatte, ins Studio gegangen und hatte bereits ziemlich konkrete Vorstellungen davon,
wie die Songs klingen sollten. Die Arrangements sollten sehr minimal sein, ich
arbeitete nach dem Motto: Weniger ist mehr.“ Zusammen mit einem Soundengineer
entsprachen die Lieder Tag für Tag immer mehr den anfänglichen Vorstellungen von
Caterina, ein Prozess, der sie auch nachts nicht mehr los ließ. „Ich war 12 Stunden
lang im Studio und spielte so lange, bis mir meine Finger weh taten. Nachts konnte
ich dann nicht schlafen, weil ich ständig daran denken musste, wie wir den Sound
noch ändern könnten, den Klang vom Piano, den Drums oder der Gitarre. Es war eine
sehr intensive aber auch wunderbare Zeit und ich hatte das Glück mit einem großartigen
Soundengineer zusammenarbeiten zu können, der an meine Songs so fest glaubte,
als seien es seine eigenen gewesen. Ich kann es gar nicht abwarten, das nächste
Album aufzunehmen.“ Im Dezember 2007 waren die Arbeiten am Album beendet, im Frühjahr
2009 wird es veröffentlicht. In dieses Jahr fiel ihr Umzug nach Berlin, sie lernte
ihren jetzigen Cellisten, Marius Kiefer, kennen, spielte mit ihm zahlreiche Gigs
und lernte dabei nicht nur weitere Musiker sondern auch führende Köpfe von CT
creative talent kennen. Die zögerten nicht, sie unter ihre Fittiche zu nehmen
und schließlich konnte MissinCat auch die Suche nach einem Label als erfolgreich
beendet erklären: Revolver Distribution Services ist nun die Heimat für ihr Debütalbum.
„Back On My Feet” zollt ihren Idolen, von den Beatles, Velvet Underground, Leonard
Cohen, Nick Drake, Billy Holiday bis hin zu Sigur Ros Tribut und beinhaltet darüber
hinaus alles, was MissinCat ausmacht. Eine ausdrucksstarke Stimme, sparsame Arrangements
und gefühlsintensive Songs. „Ich kann immer noch fühlen, wie mein Herz bricht,
wenn ich ein trauriges Liebeslied singe. Ich bin sehr ehrlich im Umgang mit meinen
Liedern - in beidem: schreiben und performen...“ Back on my feet -Inside my heart
- Shoot!-If I could change the end - Everything -Just for love-Never kiss you
again-I don’t believe-Absent minded-My friend-Again-Say to me